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Klostermann Kundenreferenz | Vorwerk Taktil von Klostermann

„Wir wollen so viel
wie möglich selbst messen“
Kundenreferenz Vorwerk

Vorwerk erledigt im Werk Wuppertal heute deutlich mehr Mess­aufgaben als in der Vergan­genheit. Möglich machen dies Koor­di­na­ten­mess­geräte von Wenzel, mit denen sich Mess­pro­gramme schnell erstellen lassen, und Mess­dienst­leister Klostermann, der mit Lohn­mes­sungen für die Wenzel-Geräte unterstützt.

von Sabine Koll


Intern zu messen macht uns flexibler und verschafft uns Vorteile bei der Entwicklung neuer Produkte“, sagt Martin Przibilla, Leiter Qualität im Werk Wuppertal von Vorwerk. Das Fami­li­en­un­ter­nehmen, das seit jeher auf den Direkt­vertrieb seiner Produkte setzt, ist vor allem bekannt für seine Staub­sauger und Vorsatz­geräte der Marke Kobold sowie für seine Thermomix-Küchen­ma­schinen. Im unter­neh­mens­eigenen, welt­weiten Werks­verbund mit den Standorten in Wuppertal, Cloyes-les-Trois-Riviè­res/­Frankreich und Shanghai/​China wird nach einheit­lichen Vorgaben und strengen Quali­täts­standards produziert. Alle Werke sind autonom und steuern sich selbst, aber es gibt einen engen Austausch – auch in der Quali­täts­si­cherung“, erklärt Przibilla. So übernimmt unter anderem die Quali­täts­si­cherung in Wuppertal als interner Dienst­leister auch Mess­aufgaben für das Thermomix-Werk in Frankreich.

Die Abteilung Quali­täts­si­cherung im Werk Wuppertal besteht aus drei Teams: Die Quali­täts­planung, die früh in Entwick­lungs­pro­jekten ansetzt; die Quali­täts­si­cherung der Seri­en­fer­tigung sowie der Messraum mit fünf Mitar­beitern. Przibilla leitet die Abteilung seit 2016, seit 2019 gehört auch der Messraum zu seinem Aufga­ben­bereich. Mir fiel damals auf, dass wir im Messraum eine Menge unge­nutztes Potenzial haben“, erinnert er sich. Wir haben ein sehr großes Mitar­beiter-Know-how in der Mess­technik. Zum damaligen Zeitpunkt hat der Messraum den Entwick­lungs­bereich zum Teil unter­stützt, zudem hat er zum Teil seri­en­be­gleitende Messungen durch­geführt. Doch unterm Strich hatten die Koor­di­na­ten­mess­s­geräte zu häufig Leerlauf – was auch mit daran lag, dass sie technisch nicht optimal waren. Das Erstellen der Mess­pro­gramme lief in einer nicht mehr aktuellen Software und dauerte sehr lange, weil jede einzelne Bewegung des Koor­di­na­ten­mess­geräts im Quellcode geschrieben werden musste.“

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Mehr Mess­aufgaben durch neues kabelloses Reinigungsystem

Zum damaligen Zeitpunkt hatte das Entwick­lungs­projekt für das neue kabellose Reini­gungs­system VK7 großen Bedarf an mess­tech­nischen Aufgaben: Mit diesem Produkt wollte man die Anzahl der Kunst­stoffteile, die in der Spritz­gieß­fer­tigung in Wuppertal produziert werden, etwa um den Faktor 10 erhöhen. Dies war für uns der Aufhänger, uns in der Quali­täts­si­cherung neu aufzu­stellen und den Messraum auf ein neues Niveau zu heben, sodass wir sehr viel mehr intern vermessen können als in der Vergan­genheit. Wir wollten also die interne Auslastung und die Ferti­gungstiefe erhöhen“, sagt Przibilla.

Unter­stützung holte er sich bei diesem Vorhaben bei der Klostermann GmbH, die bereits seit rund 15 Jahren für Vorwerk tätig ist – als Lohn­mess­dienst­leister, aber auch als Lieferant und Service-Dienst­leister für Mess­geräte. Auch Mess­pro­gramme hat Klostermann für Vorwerk erstellt; einschließlich Spann­systemen von Witte.

Klostermann empfahl Vorwerk, die bestehenden Koor­di­na­ten­mess­geräte Schritt für Schritt durch Portal­mess­geräte LH 87 von Wenzel zu ersetzen. Klostermann: Im Highend-Bereich unter­scheidet sich die Hardware von Koor­di­na­ten­mess­geräten nicht wesentlich voneinander. Den Unter­schied macht heute die Mess­software – und die ist bei WM Quartis, der Mess­software von Wenzel, sehr leicht zu bedienen“, erläutert Christian Klostermann, Geschäfts­führer des Fami­li­en­un­ter­nehmens mit Sitz in Remscheid. Bei Przibilla rannte er damit offene Türen ein: Wir hatten eine ultra­hoch­genaue Koor­di­na­ten­mess­ma­schine. Mit der konnten wir Lehren einmessen, doch das brauchen wir gar nicht. Es kommt bei unseren Mess­aufgaben nicht auf den Mikrometer an, wir messen haupt­sächlich im Hundertstel-Millimeter-Bereich.“

Mess­pro­gramme werden heute mit ein paar Klicks erstellt

Der Unter­schied zur Mess­software der vorhandenen Koor­di­na­ten­mess­ma­schinen zeigte sich bereits gleich, nachdem Vorwerk die erste LH 87 von Wenzel in Betrieb genommen hatte. Dank der WM Quartis Software lassen sich die Koor­di­na­ten­mess­geräte von Wenzel sehr einfach und intuitiv bedienen, das hat sich wirklich bewährt. Heute müssen wir keinen Quellcode mehr eintippen, sondern klicken einfach auf Schalt­flächen. Wir können Punkte direkt auf dem CAD-Modell antasten. Davon profi­tieren wir nicht nur bei der Mess­pro­gramm­erstellung, sondern auch bei der täglichen Arbeit“, sagt Przibilla.

So vermisst Vorwerk mit den neuen Koor­di­na­ten­mess­ma­schinen nun auch Bauteile für Kobold und Thermomix gegenüber dem CAD-Modell. Damit sind für das Unter­nehmen auch Auswer­tungen von Frei­form­flächen möglich. Das schnelle und einfache Ausrichten gegen CAD-Daten ermöglicht das Referenz Punkte System (RPS), das WM Quartis unter­stützt. Das Datensatz-basierte Antasten von Elementen geht heute natürlich auch wesentlich schneller“, so Przibilla.

Er kann die Vorteile genau beziffern: Unter WM Quartis können meine Mitar­beiter Mess­pro­gramme heute deutlich schneller erstellen – in 20 Prozent der Zeit, die sie früher gebraucht haben. Somit waren wir in der Lage, alle Mess­pro­gramme für die Bauteile des neuen VK7 selbst zu program­mieren. Das spart Zeit bei der Mess­pro­gramm­erstellung, aber auch Kosten – und zwar rund 40 Prozent. Unterm Strich sind wir dadurch deutlich flexibler geworden.“

Dieses positive Feedback bekam Przibilla auch von den internen Kunden bei der Entwicklung des neuen Kobold Staub­sauger VK7 zurück­ge­spiegelt, der im Oktober 2022 auf den deutschen Markt gekommen ist: Die Projekt­ver­ant­wort­lichen haben uns dafür gelobt, dass wir die Messdaten schneller bereit­ge­stellt haben und dass diese außerdem aussa­ge­kräftiger sind als früher, weil wir die Mess­be­richte mit WM Quartis anschau­licher darstellen können – und zwar im direkten Vergleich mit den CAD-Daten. So können Projekt­mit­ar­beiter anhand der farbigen Darstellung auf einen Blick erkennen, wo es zum Beispiel dimen­sionelle Abwei­chungen bei Form- und Lage­to­le­ranzen gibt.“

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Klostermann Kundenreferenz | Vorwerk

Koor­di­na­ten­mess­geräte mit Mess­tas­ter­systemen von Renishaw

Mitt­lerweile hat Vorwerk nun bereits drei Wenzel-Koor­di­na­ten­mess­geräte im Messraum in Betrieb. Zwischen der Lieferung des ersten und des dritten Geräts vergingen gerade einmal knapp zwei Jahre, da der Bedarf aufgrund der positiven Entwicklung des Direkt­ver­triebs der Vorwerk Gruppe gestiegen war. Ausge­stattet sind alle drei Wenzel-Mess­ma­schinen mit dem PH10M/SP25M Mess­tas­ter­system von Renishaw für 2D- und 3D Scanning. Im Vergleich zur bisherigen Lösung ist dieser Tastkopf schwenkbar und ermöglicht somit Antas­tungen auch von der Seite. Der SP25 sorgt außerdem für sehr hohe Scan-Geschwin­dig­keiten und hohe Punktraten.

Wir könnten natürlich auch optische Sensoren und damit Multi­sensorik auf den Wenzel-Mess­ma­schinen einsetzen, doch für uns sind taktile und optische Mess­technik weiterhin zwei verschiedene Welten mit ihren eigenen Stärken und Schwächen“, so Przibilla.

Als weitere Vorteile sieht er es, dass Vorwerk nun leichter Mess­pro­gramme mit Klostermann austauschen kann – etwa um Lohn­mess­aufgaben bei Ressour­cen­spitzen an das Unter­nehmen mit Sitz in Remscheid auszu­lagern. Klostermann vermisst die Bauteile dabei ebenfalls auf einer LH 87. Dabei können beide Unter­nehmen auf eine Datenbasis zurück­greifen und sogar Vorrich­tungen austauschen. Letztlich war es dieses Gesamtpaket von Klostermann, mit dem wir unsere Geschäfts­führung von der Neuin­ves­tition über­zeugen konnten. Die neuen Koor­di­na­ten­mess­geräte machen uns deutlich flexibler – und Klostermann kann Auftrags­spitzen bei uns noch bessern abfedern.“

Wir sehen die Entwicklung bei Vorwerk natürlich mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, sagt Klostermann. Einerseits werden wir von Vorwerk nun nicht mehr mit so vielen Lohn­mess­dienst­leis­tungen beauftragt wie in der Vergan­genheit. Aber ande­rerseits haben wir Vorwerk mit den Koor­di­na­ten­mess­geräten von Wenzel dazu verholfen, die eigenen Wert­schöp­fungskette zu vertiefen und flexibler zu werden. Und diese stra­te­gischen Vorteile für den Kunden über­wiegen am Ende des Tages.“ Przibilla ergänzt: Wir bear­beiten heute zehnmal mehr Bauteile im Messraum. Die Auslastung der Maschinen hat sich somit deutlich erhöht. Das stra­te­gische Ziel, so viel wie möglich selbst zu messen, haben wir damit erreicht.“ Auch seri­en­be­gleitende Messungen zur Absi­cherung von Ferti­gungs­pro­zessen sind heute mit den Koor­di­na­ten­mess­geräten leichter möglich, da die Messdaten mit den CAD-Daten­sätzen abge­glichen werden können.

Dass das Tandem mit Klostermann gut funk­tioniert, zeigt auch eine andere Zahl: Von den 40 neuen Mess­pro­grammen für die Wenzel-Maschinen hat Vorwerk 35 selbst erstellt, den Rest übernahm Klostermann. Der Austausch von Mess­pro­grammen und ‑Ressourcen von Mitar­beitern mit Klostermann funk­tioniert ausge­sprochen gut“, betont Przibilla.

Auch Service und Support für die Koor­di­na­ten­mess­geräte haben sich für Vorwerk deutlich verbessert: Dies betrifft die Weiter­ent­wicklung der Mess­software, aber auch den Service durch Klostermann. In den Maschi­nen­pro­jekten sind zudem soge­nannte Consulting-Tage bei Vorwerk inkludiert, die es dem Kunden einfach machen, innerhalb einer kurzen Reak­ti­onszeit auf unseren Support und unser Wissen zurück­zu­greifen“, so Klostermann.

Klostermann gab den Tipp für die Spann­systeme von Witte

Die Beratung von Klostermann ist für uns in Summe sehr wertvoll“, so Przibilla. So haben der Mess­dienst­leister und Vorwerk gemeinsam die Idee entwickelt, die in der Vergan­genheit aus dem Vollen gefrästen Spann­vor­rich­tungen durch die modularen Spann­systeme von Witte zu ersetzen. Die Inves­tition war zwar kosten­in­tensiv, hat sich aber sehr schnell durch die Retooling-Möglich­keiten, also der Wieder­ver­wendung von System­kom­po­nenten aus nicht mehr benö­tigten Vorrich­tungen, gerechnet, und zwar schon ab dem zweiten Projekt“, freut sich Przibilla. Zudem hat Klostermann Mitar­beiter von Przi­billas Abteilung an den neuen Wenzel-Maschinen geschult.

In nächster Zeit wollen wir nun die Arbeit innerhalb der Abteilung noch weiter flexi­bi­li­sieren, sodass die Grenzen zwischen entwicklungs- und seri­en­be­glei­tenden Messungen noch weiter aufgelöst werden. Das wird die Effizienz in der Quali­täts­si­cherung weiter steigern“, sagt Przibilla. Und weitere Aufgaben sind für sein Team auch schon in Sicht: Vorwerk wird in den Bau einer zusätz­lichen Thermomix-Produk­ti­ons­stätte in Frankreich inves­tieren, um damit der rasant stei­genden Nachfrage nach Thermomix gerecht zu werden.


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Über Klostermann 3D-Messtechnik

In allen Belangen der dimen­sio­nellen Mess­technik sind wir für Sie da. 28 Mitar­beiter widmen sich bei Klostermann täglich mit Herzblut und Leistung dem Thema der 3D Mess­technik und erar­beiten maßge­schneiderte Konzepte zur Lösung Ihrer Fertigungs- und Quali­täts­si­che­rungs­aufgaben. Mit unserem Kompe­tenz­center für Koor­di­na­ten­mess­technik bieten wir Ihnen genau die Lösungen, die Sie benötigen.

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